07021 Colias hyale (L., 1758)
Goldene Acht, Weißklee-Gelbling
Pale Clouded Yellow

Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

 


Raupen Goldene Acht / Hufeisenklee-Gelbling Colias hyale / australis Pale / Berger's Clouded Yellow (17984 Byte)

Zur Unterscheidung  Weißklee-Gelbling / Hufeisenklee-Gelbling :

Wichtigstes Bild dieses sehr schwierigen Artenpaares - während die Falter (selbst im präparierten Zustand) kaum sicher zu unterscheiden sind, kann man die Raupen spätestens ab der 2. Häutung sicher zuordnen: Oben die erwachsene Raupe des Weißklee-Gelblings, unten die bunte Raupe des Hufeisenklee-Gelblings (schwarze Flecken und gelbe Längslinien).

Goldene Acht, Weißklee-Bläuling Colias hyale Pale Clouded Yellow (13679 Byte)

Weiblicher Falter Goldene Acht / Weißklee-Gelbling Colias hyale Pale Clouded Yellow (19980 Byte)


Goldene Acht, Weißklee-Bläuling Colias hyale Pale Clouded Yellow (13679 Byte)
Oben :  Die weiblichen Falter beider Arten sind durch deutliche weißliche Farbanteile von den Männchen zu unterscheiden - hier eine weibliche Goldene Acht - Artbestimmung gesichert durch Zucht (Raupen, vgl. links oben!)

Oben links :  Männlicher Falter der Goldenen Acht. Die Artbestimmung gründet sich unter anderem auf die Tatsache, dass in der entsprechenden Region (D, Oberschwaben, Bad Buchau, Federsee) der Hufeisenklee-Gelbling bisher nie, der Weißklee-Gelbling jedoch regelmäßig nachgewiesen wurde.

Links :  D, BW, Oberschwaben, Bad Saulgau, Kurgarten  13.9.2012   (C.alfacariensis kommt in dieser Region nicht vor)
L1-Raupe Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow L2-Raupe Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow
L1-Raupe (e.o., Ei an Weißklee), 1 Tag alt (4.9.2006)) - in diesem Stadium kann die Raupe nicht vor der des Hufeisenklee-Gelblings unterschieden werden (D, Schwäbische Alb, kurzrasige, ebene Fläche bei Segelflugplatz auf Hochebene, Eiablage am 23.8.2006, danach längere Schlechtwetterperiode) Gleiche Raupe wie links, L2-Raupe, 10 Tage alt (13.9.2006) - bei der Raupe des Hufeisenklee-Gelblings können zu diesem Zeitpunkt bereits die schwarzen Punkte und die gelben Längslinien andeutungsweise erkennbar sein.

L3-Raupe Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow

Gleiche Raupe wie oben, L3-Raupe, 17 Tage alt (21.9.2006). Jetzt müssten beim Hufeisenklee-Gelbling längst die schwarzen Punkte und gelben Längslinien deutlich erkennbar sein - also eine sichere hyale-Raupe vor der Überwinterung

Puppe Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow

L3-Raupe vor Überwinterung Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow

Puppe der Goldenen Acht - Artbestimmung gesichert durch Zucht.

Diese L3-Raupe - 19 Tage alt, also eindeutig hyale - stammt aus einer beobachteten Eiablage an Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) - die Bestätigung, dass die Goldene Acht auch gelegentlich (selten?) an dieser Pflanze zu finden ist (D, Schwäbische Alb, Wacholderheide, Neuffen, Eiablage am 18.8.2006)

Ei Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow

Ei Colias hyale  Goldene Acht, Weißklee-Gelbling,  Pale  Clouded Yellow

Ei Goldene Acht. Ich beobachtete die Eiablage in Bad Saulgau, wo die andere Art nicht vorkommt. Die Eiablagepflanze wurde von einem Botaniker bestimmt als Schmalblättrige Wicke (Vicia angustifolia)

Diese Raupenfutterpflanze der Goldenen Acht ist in der mir bekannten Literatur noch nicht erwähnt!

Ei an Weißklee - damit sicher Goldene Acht (Österreich, Vorarlberg, Umgebung Feldkirch, 29.6.2003)

Größe/Häufigkeit: Mittelgroßer Falter, der in geeigneten Biotopen eher vereinzelt angetroffen werden. Wegen der Unsicherheit bei der Artbestimmung sind genaue Angaben schwer zu treffen.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Die Goldene Acht ist in naturnahen mageren, auch feuchten Wiesen anzutreffen. Die  Art hat zwei bis drei Generationen im Jahr und sind vor allem im Frühsommer und im Spätsommer (bis in den Herbst hinein) anzutreffen. In Europa ist er weniger weiter nach Süden verbreitet wie der Hufeisenklee-Gelbling.
Ähnliche Arten: Kleiner, schneller und tiefer fliegend als der gelbe, männliche Zitronenfalter! Der ebenfalls ähnliche Postillion hat deutliche orange Farbanteile, die schon im Fluge erkennbar sind.
Raupenfutterpflanzen: Beim Weißklee-Gelbling werden mehrere Pflanzen angegeben, natürlich Weiß-Klee (Trifolium repens), aber auch Bunte Kronwicke (Coronilla varia), Luzerne (Medicago spec.), , selten auch  Hufeisenklee (Hippocrepis comosa).
Überwinterung: Als halberwachsene Raupe.
Wissenswertes: Beste Beobachtungsmöglichkeiten gibt es im Spätsommer auf blühenden Klee- und Luzernefeldern!

Systematik:

Pieridae - Weißlinge
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

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