07095 Cupido alcetas (HOFFMANNSEGG, 1804)
"Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling"
Provencal Short-tailed Blue
Dieses Artenportrait wurde von Jürgen Hensle erstellt.
Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

Männchen Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue

Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue

Männchen (Südfrankreich, Dep.Aude, Quillan, 1.6.2007)

Gleicher Falter wie links

Männchen Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue

Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue

Männchen (Schweiz, Wallis, Visp, Stefan Lorenz)

Schweiz, Wallis, Visp, Stefan Lorenz


 Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue

 Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling Cupido alcetas Provencal Short-tailed Blue
   
Größe/Häufigkeit: Kleiner Falter, der nur lokal und im Frühjahr eher selten angetroffen wird. Im Sommer kann er an guten Flugstellen zuweilen etwas häufiger sein.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Der Falter ist vom Altai bis Nordspanien verbreitet. In Europa tritt er nur räumlich begrenzt und weiten Strecken fehlend auf der Balkanhalbinsel, in Südostpolen, vom südöstlichen Österreich bis Norditalien und dem Walliser Rhônetal, sowie in Südfrankreich und Nordostspanien auf. Er fliegt in teilweise verbuschten Wiesen, an Bachufern und Felsensteppen hauptsächlich des Hügel- und niederen Berglandes. In warmen Gegenden kann er jedoch bis auf über 1500 m ü. NN steigen. Die 1.Generation fliegt von Ende April bis Mitte Juni, die 2. von Ende Juni bis Mitte August. In warmen Lagen schließt sich im September eine unvollständige 3. Generation an.
Ähnliche Arten: Der Falter ähnelt sehr dem Kurzgeschwänzten Bläuling. Dieser hat auf der Hinterflügel-Unterseite am Schwänzchen meist ein bis zwei deutlicher ausgeprägte und stärker schwarz eingefasste orange Flecke. Bei C. alcetas fehlen diese oder sind nur sehr klein, meist noch kleiner als auf dem Foto. Die übrigen Punkte sind bei C. alcetas oft ebenfalls viel schwächer ausgeprägt als beim Kurzgeschwänzten Bläuling. Zudem ist das Blau der Flügeloberseite beim C. alcetas-♂ matter und ohne violette Tönung. Dem ♀ fehlt hier jede blaue Bestäubung. Noch ähnlicher ist C. decoloratus, eine Art, die z. B. im Südosten Österreichs zusammen mit den beiden anderen Kurzgeschwänzten Bläulingen fliegt. Diese Art hat auf der Oberseite eine breitere dunkle Randbinde
Raupenfutterpflanzen: Hauptsächlich Bunte Kronwicke (Coronilla varia), seltener Saatwicke (Vicia sativa) und andere Schmetterlingsblütler. Die Raupe frisst i. d. Regel nur an Blüten und Früchten der Futterpflanze.
Überwinterung: Als erwachsene Raupe, die im Frühjahr außer Wasser keine Nahrung mehr zu sich nimmt.
Wissenswertes: Die Raupe verbringt einen Großteil ihres Lebens verborgen in der Blüte der Futterpflanze.
Systematik: Lycaenidae - Bläulinge
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! 

Auf eine namentliche Nennung der vielen, die beim Bestimmen geholfen haben, muss ich hier  aus Gründen der Praktikabilität verzichten. Ihnen - besonders den Profis im "Bestimmungsforum" (vgl. Link "Foren" oben) - gilt aber mein  herzlicher Dank! Ohne Sie hätten viele Artenportraits mangels abgesicherter Bestimmung nicht erstellt werden können.

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