Erebia montana (DE PRUNNER, 1798)
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Marbled Ringlet
Dieses Artenportrait wurde von Jürgen Hensle erstellt.
Sofern nichts anderes vermerkt, handelt es sich um eigene Bilder! Bilder mit höherer Auflösung auf Anfrage!

Erebia montana Marbled Ringlet

Erebia montana Marbled Ringlet

Die Bilder oben zeigen Unter- und Oberseite desselben, schon etwas abgeflogenen Männchens, das am 6.8.2003 auf 1200m ü. NN im Kaunertal in Tirol flog. Bei der ostalpinen ssp. goante sind auch die Männchen oberseits reicher gezeichnet.

Erebia montana Marbled Ringlet

Erebia montana Marbled Ringlet

Das Weibchen ist vor allem unterseits etwas heller gezeichnet.

Diese beiden Bilder zeigen Unter- und Oberseite desselben Weibchens, das am 3.9.2004 auf 1800m ü. NN bei Gspon im Oberwallis flog.

Erebia montana Marbled Ringlet

Dieses zertretene Männchen der westalpinen ssp. montana fand ich am 2.8.2002 auf 1200m ü. NN bei Torre Pellice im Piemont.

Größe/Häufigkeit: Mittelgroßer Falter, der vor allem im westlichen Teil seines Verbreitungsgebietes recht häufig ist.
Verbreitung/ Biotop/ Flugzeit: Erebia montana kommt in den Alpen von den Alpes Maritimes bis zu den Dolomiten vor. Ferner fliegt er in einigen höheren Gebirgszügen der Apenninen. Er fliegt ab 1100m ü. NN an steinigen oder felsigen Stellen der Bergwälder und auf felsdurchsetzten alpinen Hochalmen bis auf 2600m ü. NN. Er erscheint recht spät, in den tiefsten Lagen ab Anfang Juli, oberhalb der Waldgrenze oft erst im August, wobei seine Flugzeit dort erst mit dem September endet.
Ähnliche Arten: Erebia montana kann in den Ostalpen, westlich bis zum Monte Generoso (Tessin) mit Erebia styx verwechselt werden. Bei dieser Art ist die Hinterflügel-Unterseite weniger kontrastreich schwarz-weiß marmoriert. Im Einzelfall ist die Unterscheidung dieser beiden Arten oft sehr schwierig.

Ähnlich ist auch Erebia pronoe. Bei dieser Art ist die Hinterflügel-Unterseite in drei oder vier farblich deutlich unterschiedliche Längsbinden unterteilt und der weiße Zeichnungsanteil ist meist gering. Bei E.montana sind diese Binden viel schwächer ausgeprägt und die ganze Hinterflügel-Unterseite ist stark kontrastierend schwarz-weiß gezeichnet.

Raupenfutterpflanzen: Soweit bekannt lebt die Raupe an Schwingel-Arten (Festuca) und an Borstgras (Nardus stricta)
Überwinterung: Die junge Raupe überwintert noch vor der 1.Häutung-
Wissenswertes: Durch die stark marmorierte Hinterflügel-Unterseite sind mit geschlossenen Flügeln auf Felsen sitzende Falter ausgesprochen gut getarnt.
Systematik: Nymphalidae (Satyridae)  - Augenfalter
Bemerkungen: Diese Seiten mit den Arten-Portraits richten sich vor allem an interessierte Laien und Fortgeschrittene, so dass Manches vereinfacht und sehr verkürzt dargestellt wird. Für Kommentare und Korrekturen bin ich stets dankbar! Bezüglich der Namen richte ich mich bei in Deutschland vorkommenden Tagfaltern nach Settele/Feldmann/Reinhardt, Die Tagfalter Deutschlands, bei den sonstigen Arten nach Karsholt/Razowski, The Lepidoptera of Europe. Andere gebräuchliche Namen setze ich in Klammern!
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